Stadelboden I - Bodenbearbeitungsgeräte

Nutzung:

Der Stadelboden diente der Lagerung von Heu und Stroh. Heute findet er als Ausstellungsfläche Verwendung.

Beschreibung:

Der Stadelboden erstreckt sich über die ganze Fläche oberhalb des Kuhstalles und des Stadeltenners und ist ca. 630 qm groß. Ursprünglich war er lediglich über Leitern oder über eine Treppe vom sog. "Bödlein", dem Zwischengeschoss unmittelbar über dem Kuhstall, zugänglich. Die heute von unten heraufführende Treppe ist ein moderner Einbau, um den Besuchern den Zugang zu erleichtern. Auch das Geländer ist eine für die Sicherheit erforderliche moderne Einfügung. Aus denselben Gründen wurde schließlich die Öffnung, durch die früher Heu und Stroh von den im Stadeltenner stehenden Wägen "aufgespießt" wurden, verschlossen.

Ausstattung:

Ein Teil der Werkzeuge und Geräte, die der Bauer zur Bestellung seiner Felder brauchte, sind hier ausgestellt. 1200 Jahre wurde der hölzerne, vom Schmied und Wagner hergestellte Beetpflug verwendet, bis ihn der zeit- und kraftsparende eiserne Kehrpflug aus der Fabrik ablösten Dieser Obergang vom noch weitgehend aus Holz gefertigten Pflug zum Eisenpflug wird anhand mehrerer Pflüge dargestellt. Zu sehen ist auch ein Häufelpflug, der als Spezialpflug beim Anbau von Hackfrüchten, insbesondere Kartoffeln, verwendet wurde. Ergänzt wird die Sammlung der Bodenbearbeitungsgeräte durch verschiedene Eggen. Die gezeigte sog. Bogen- oder Schleifegge ist noch überwiegend aus Holz, lediglich die Zinken sind aus Eisen. Um die Egge aufs Feld zu transportieren, wurde sie umgedreht und auf den beiden schlittenartigen, eisenbeschlagenen Kufen gezogen - daher auch die Bezeichnung Schleifegge; beim Arbeiten auf dem Feld konnte der Bauer die Holzbügel ergreifen und durch hin- und Herbewegen die Wirkung der Egge verstärken. Neben dieser Holzegge ist eine Eisenegge zu sehen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Holzegge verdrängte. Als besondere Rarität ist schließlich eine alte Ackerwalze aus Holz ausgestellt, die aus Haunsfeld stammt.