Stadel

Nutzung:

Der Stadel (Scheune) diente vor allem der Lagerung von Heu und Stroh, aber auch einige landwirtschaftliche Geräte waren hier untergestellt. Daneben benutzte man den Stadel zum Verrichten von Arbeiten, z.B. zum Dreschen, Häckseln usw. Schließlich waren im Stadel teilweise auch Ställe eingebaut, z.B. beim Kipferlerhof der Kuhstall.

Beschreibung:

Der aus Bruchsteinen gemauerte und ca. 245 qm große Stadel wurde, nach dem Ergebnis der den drochronologischen Untersuchung am Dachstuhl, 1793 errichtet. Bei der ersten amtlichen Vermessung des Grundstücks im Jahre 1814 bestand er bereits - von Anbauten abgesehen - in der heutigen Größe. 1874 wurde der Stadel um ca. 5 m nach Süden verlängert, 1882 an der Nordostecke ein Schafstall (heute Toiletten) angefügt. Der Stadel ist mit Legschiefer gedeckt, der südliche Anbau mit Zwicktaschen. Der durchgehende, “Stadeltenner" teilt den Stadel in der Mitte. Auf der einen Seite dieses Mitteltenners liegen die Viertel für das Stroh und das Heu, auf der anderen Seite der Kuhstall.

Ausstattung:

Entsprechend dem früheren Hauptzweck der Scheune wird hier die Lagerung von Heu und Stroh angedeutet, daneben werden zu Ausstellungszwecken zahlreiche landwirtschaftliche Geräte und Fahrzeuge gezeigt. Der große Leiterwagen im Stadeltenner diente zum Einbringen von Getreide und Heu. Als weitere Fahrzeuge für die Bewirtschaftung des Hofes sind ein Mistwagen sowie ein Wagen mit einem hölzernen Jauchefass zu sehen. Ergänzt wird dieser Fuhrpark durch ein Schrannenwagerl für kleinere Transporte, durch eine Chaise und - für den Winter - durch einen Rennschlitten (Personenschlitten) und durch Arbeitsschlitten. Außerdem ist eine Dreschmaschine und eine Kartoffelsortiermaschine im Stadel abgestellt.