Rossstallboden

Nutzung:

Der oberhalb des Rossstalls gelegene Raum diente zur Lagerung von Futter für die Pferde; das hier z. B. lagernde Heu und die "Halm" konnten durch die Öffnung in der Raumecke in den Rossstall darunter geworfen werden. Der Raum wurde deshalb als "Halmboden" bezeichnet. Heute wird er als Ausstellungs- und Vortragsraum für das Museum verwendet.

Beschreibung:

Der 50 cm große Raum mit vier Fenstern hat einen Bohlenboden und eine Balkendecke. An den Wänden ist teilweise Fachwerk vorhanden. Links der Türe führt eine Stiege in den Dachboden.

Ausstattung:

Glanzpunkte der Ausstellungsstücke auf dem Boden sind die originalen Trachten, die teilweise aus Hofstetten selbst und teilweise aus Gaimersheim stammen. Die Frau trägt eine schwarze Bänderhaube, die mit einer großen Schleife unter dem Kinn gebunden wird. Diese alte Haube wurde aus 16 cm breiten Moireebändern gefertigt. Ein Spenzer aus violetter Seide mit langen, in Falten gelegten und wattierten Ärmeln, darüber ein dunkles Mieder mit Silberkettchengeschnür und ein um den Hals gelegtes Seidentuch bilden die Bekleidung des Oberkörpers. Über dem knöchellangen Rock trägt die Frau eine Schürze aus reiner Seide mit schwarzem Spitzenbesatz. Ein Rosenkranz aus Glasperlen ist ein weiteres Schmuckstück dieser Frauentracht. Der Mann besitzt einen flachen Hut aus schwarzem Wollfilz mit einem Ripsband. Um den Kragen des weißen Leinenhemdes wird ein "Schmisl" (Krawattentuch) gebunden. Stolz des Mannes war das schwarze Samtleibl mit den doppelreihigen Silbermünzenknöpfen. Eine schwarze Joppe, die lange Stiefelhose aus Hirschleder und hohe Faltenstiefel vervollständigen schließlich die Männertracht.